Kinderleicht

Hallo, Herr Finanzminister Markov ...

... wo bleiben Sie denn? Haben Sie etwa vergessen, dass wir verabredet sind?

anna mit MegaphonePaul mit Megaphon© Sophie Weckesser (2)

He, ich fahre ja schon mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit!

Hallo, Paul, hallo Anna! Natürlich hab ich Euch nicht vergessen, und es tut mir leid, dass ich mich verspätet habe. Aber ich war bei einer Beratung mit Bürgermeistern, und diese dauerte viel länger als geplant. Hier ging’s nämlich um Geld, um jenes für die Städte und Gemeinden. Und die Bürgermeister können sehr hartnäckig sein, wenn es um’s Geld geht, das könnt Ihr mir glauben. Es war ganz schön anstrengend, mir steht sozusagen jetzt noch der Schweiß auf der Stirn.

Klasse, dann passt das ja perfekt! Sie wollten heute mit uns doch sowieso über die Kommunalfinanzen reden.

Markov-Karrikatur auf Fahrrad© Sophie Weckesser

So ist es, Anna. Und ich hoffe, dass das für Euch auch richtig interessant wird. Denn die Menschen leben ja nicht irgendwo, sondern in Städten und Dörfern – die Politik sagt Kommunen zu beiden. Schon seit Jahrhunderten.

Und überall dort, wo Menschen zusammenleben, braucht es Voraussetzungen, damit dieses Zusammenleben funktioniert: Wasser-, Abwasser- und Energieversorgung, Verkehr, Gesundheitsversorgung, soziale Dienste und Einrichtungen wie Altenheime, Kindergärten, Schulen sowie Bildungs- und Kulturangebote soweit erforderlich, auch Wohnraum. Das alles zusammen nennt man auch Daseinsvorsorge. Und für all das braucht es Geld, viel Geld!

Ohne Moos nix los, auch bei den Kommunen, hihi ....

So unverblümt wie Du, Anna, kann man es natürlich auch ausdrücken. Aber hast Du denn gewusst, dass es in Brandenburg über vierhundert Kommunen gibt? 419, um genau zu sein? Und die brauchen alle Geld, um diese Daseinsvorsorge zu finanzieren.

Gilt das auch für Bronkow, wo ich wohne?

Was denkst Du denn, Paul. Das trifft selbstverständlich für alle Gemeinden des Landes Brandenburg zu.

Bronkow, was ist das denn! Also, ich wohne nicht in so einem kleinen unbedeutenden Ort, ich wohne in der Landeshauptstadt, in Potsdam!

Paul hebt den Arm© Sophie WeckesserNun gib mal nicht so an, Anna. Der Paul wohnt eben in einer kleinen Gemeinde und Du in einer richtigen Stadt. Na und? Jeder Ort hat seine ganz besonderen Vorzüge.

Wichtig ist doch vor allem, dass das Zusammenleben der Menschen überall gut funktionieren muss. In Bronkow wie in Potsdam. Ganz egal, ob in Dörfern oder Städten.

Okay, Herr Minister, hab’ ja verstanden.

Was ich noch sagen will, Anna und Paul: „Kommune“ heißt auch soviel wie „Gemeinschaft“. Und das finde ich einen sehr schönen Gedanken für unser Thema – gerade, weil es um das Geld für die Kommunen geht.

Na, dann lasst uns gemeinsam endlich mit dem Thema beginnen! Ich habe da gleich mal eine Frage. Seit wann gibt es überhaupt Kommunen?

Erfahrt hier etwas über die Geschichte der Kommunen >>

Bookmarken bei
Facebook Twitter Google Bookmarks VZ Netzwerke Delicious StumbleUpOn